Solidarität statt Blumen: Die EFA Wird 30


In der Sektion Berlinale Special präsentieren die Berlinale und die European Film Academy THE TRIAL: THE STATE OF RUSSIA VS OLEG SENTSOV
Zu den Premierengästen im Haus der Berliner Festspiele zählen die Cousine des inhaftierten Filmemachers, sein Anwalt, sowie seine Produzenten und Freunde


Im Mai 2014 wurde der ukrainische Regisseur Oleg Sentsov, der die Proteste auf dem Maidan in Kiew unterstützte und sich öffentlich gegen die russische Annektierung der Krim engagierte, in seinem Haus in Simferopol vom russischen Inlandsgeheimdienst (FSB) festgenommen und nach Moskau gebracht. Über ein Jahr später und nach einem, wie Amnesty International es beschreibt, “unfairen Verfahren vor einem russischen Militärgericht", wurde Oleg Sentsov wegen "terroristischer Verbrechen" zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Askold Kurov fragt in seinem Film nach der Wahrheit hinter dem politischen Schauprozess. Wurden die Belastungszeugen unter Druck gesetzt? Welche Auswirkungen hatten Untersuchungshaft und Prozess auf den Beschuldigten und dessen Familie? Zugleich dokumentiert der Film die Solidarität, die Sentsov von Filmemachern wie Agnieszka Holland, Ken Loach oder auch Pedro Almodóvar erfuhr. Und von der European Film Academy, die sich hier zum Auftakt ihres 30. Jubiläums erneut für die Freilassung von Oleg Sentsov engagiert.

Nach dem Film folgt ein Gespräch mit der EFA-Vorstandsvorsitzenden Agnieszka Holland, Oleg Sentsovs Cousine Natalya Kaplan, seinem Anwalt Dmitrii Dinze, dem Regisseur des Films Askold Kurov und den Produzenten Max Tuula, Maria Gavrilova und Dariusz Jabłoński. Moderation: Mike Downey, stellvertretender EFA-Vorstandsvorsitzender.

Berlinale Special
THE TRIAL: THE STATE OF RUSSIA VS. OLEG SENTSOV
Premiere: Samstag, 11. Februar, 15:00 Uhr, Haus der Berliner Festspiele
Kartenvorverkauf ab drei tage im Voraus
weitere Einzelheiten und Karteninformationen
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ReleaseOlegSentsov

Berlin, 7. Februar 2017

08.02.2017